Kennzeichenhalter
Segway E3 Pro.
Kennzeichenhalter gesehen.
Kann man kaufen.
Oder:
selbst bauen.
Natürlich wird selbst gebaut.
Der 3D-Drucker braucht schließlich auch Existenzberechtigung.
Segway E3 Pro.
Kennzeichenhalter gesehen.
Kann man kaufen.
Oder:
selbst bauen.
Natürlich wird selbst gebaut.
Der 3D-Drucker braucht schließlich auch Existenzberechtigung.
Vorlage gefunden.
Design gefällt.
STL nicht.
Also orientieren wir uns daran und bauen selbst etwas Passendes.
Das ist keine Kopie.
Das ist:
durch Anschauen motivierte Eigeneskalation.
Ryzen 7 5700X.
RTX 3060 12 GB.
64 GB RAM.
2 TB NVMe.
Linux.
Kein Windows.
So gehört sich das.
EVE läuft Linux only.
Nicht dual boot.
Nicht „für manche Sachen noch Windows“.
Nein.
Wenn etwas nicht läuft, wird geguckt, warum.
Oder es läuft halt nicht.
Prinzipien müssen manchmal weh tun.
Bazzite.
Gaming-Linux.
Container.
Flatpaks.
Steam.
NVIDIA.
Erstaunlich wenig Schmerzen.
Das macht fast misstrauisch.
64 GB RAM.
Brauche ich das?
Nicht ständig.
Ist es schön?
Ja.
Besser haben als brauchen.
Wir hatten das Thema.
RTX 3060.
Weniger Verbrauch als die RX 580.
Das hätte ich vorher auch nicht unbedingt gewettet.
Neuere Hardware ist manchmal tatsächlich besser.
Unangenehme Erkenntnis.
BIOS-Update gemacht.
XMP weg.
Lüfterkurve weg.
Einstellungen weg.
Natürlich.
Das BIOS vergisst nach einem Update ungefähr so viel wie ich nach einem Wochenende.
Die RX 580 ist drin.
8 GB.
8+6-Pin.
Komplettes Metall statt Plastik.
Damit kann man richtig fraggen.
Erstaunlich, dass das alte Netzteil die passenden Stecker für die RX 580 hatte.
8+6-Pin.
Wahrscheinlich waren die damals noch gar nicht da.
Die sind über die Jahre einfach hin evolviert.
Netzteile altern nicht.
Sie passen sich ihrem Wirt an.
RX 580 eingebaut.
Rechner startet.
BIOS sauber.
POST sauber.
Shell sauber.
Am Plasma:
Streifen.
Natürlich.
Wenn ein Fehler nur an einem bestimmten Bildschirm auftritt, ist das immerhin schon fast eine Diagnose.
Oder Voodoo.
Prism Launcher installiert.
Minecraft Demo gestartet.
Läuft.
Microsoft-Konto.
Kaufaufforderung.
29,99 Euro.
Microsoft macht auch Linux kacke.
Tochter möchte irgendeine Welt von einem YouTuber spielen.
Name ungefähr:
simlucky?
Steht wohl in einem Buch.
Die wichtigste technische Spezifikation lautet damit:
Das muss halt gehen.
Phenomdings™ erbt EVEs Tastatur und Maus Gaming-Combodings.
So funktioniert Hardwarekreislaufwirtschaft.
Nicht nachhaltig zertifiziert.
Aber wirksam.
Crap.
Parkside 5000-mAh-Akku über Nacht draußen stehen gelassen.
Es regnet den ganzen Tag.
Akku stand in einer Pfütze.
Und swappelt.
Das ist schlecht.
Parkside 5 Ah
† 13.09.2026
Todesursache:
Amphibische Nutzung außerhalb der Spezifikation.
Letzte Worte:
swappel swappel
5 Ah ≠ 5 Liter.
Der Akku ist hin.
Damit zeigt sich ein bislang unterschätzter Nachteil von Akku-Rasenmähern:
Wenn man den Benzinkanister über Nacht in der Pfütze stehen lässt, ist er danach meist noch ein Benzinkanister.
Ich hab noch fünf Minuten bis zum Daddeln Zeit.
Was soll schon schiefgehen.
MSI B450M PRO-VDH MAX.
Aktuelles BIOS auf den Stick.
M-Flash gestartet.
Flash läuft.
Und jetzt Stromausfall.
Natürlich kein echter Stromausfall.
Aber in diesem Moment stellt man fest, dass Humor während eines BIOS-Updates eine ausgesprochen schlechte Idee ist.
Das Flash-Menü hat Maussupport.
Früher musste ein BIOS mit Tastatur funktionieren.
Heute hat selbst der Teil des Computers, den man nur benötigt, wenn etwas schiefgeht, einen Mauszeiger.
Fortschritt ist nicht aufzuhalten.
BIOS fertig.
Neustart.
EVE lebt.
Neues UEFI-Menü.
RAM wieder eingestellt.
Lüfterkurve vergessen.
Man kann nicht alles haben.
Wenn man noch ohne Brüllen sprechen kann, dann ist die Paste noch okay.
Paste 20 Jahre und älter.
Die Frisur sitzt.
Wenn et tut, Finger weg.
Diese Regel hat über Jahrzehnte zuverlässig mehr funktionierende Computer erhalten als so manches Firmware-Update.
Besser haben als brauchen.
Gilt für RAM, Festplatten, Netzwerkkabel, Schrauben, Adapter, alte Grafikkarten und Dinge, bei denen man seit zwölf Jahren nicht mehr weiß, wofür sie eigentlich gedacht waren.
Wegwerfen wäre schließlich Verschwendung.
Redundanz wird durch 24/7-Verfügbarkeit hergestellt.
Klappbett in den Serverraum.
Problem gelöst.
Krank ist ein unbekannter Zustand.
Admins gehen nicht zum Arzt.
Daher ist krank per Definition nicht vorhanden.
Es gibt Standards.
Es gibt Prozesse.
Es gibt Dokumentationen.
Und es gibt die Realität.
ISO1994.
Es gibt Hardwarebauteile, deren Name ihre natürliche Bewegung bereits beschreibt.
Der Jumper gehört dazu.
Man zieht ihn vom Mainboard.
Man legt ihn vorsichtig daneben.
Man schaut für ungefähr eine halbe Sekunde woanders hin.
Und dann befindet er sich im Teppich.
Dort verbringt er den Rest seines Lebens.
QEMM war Gold wert.
Wer das erklären muss, war nicht dabei.
Wer dabei war, möchte es vermutlich nicht noch einmal erleben.
Aber übersichtlicher.
Soundkarte?
IRQ merken.
DMA merken.
I/O-Adresse merken.
Danach hoffen, dass kein anderes Gerät dieselbe brillante Idee hatte.
Wenn etwas nicht lief, wurde umgesteckt, gejumpert und autoexec.bat bearbeitet.
Heute meldet Windows:
„Da hat etwas nicht geklappt.“
Fortschritt.
30 FPS waren völlig ausreichend.
60 FPS waren Luxus.
24 FPS gingen auch.
Bei F1 GP2 in SVGA sowieso.
Entscheidend war weniger die Framerate als die Frage, ob der Rechner das Rennen überhaupt in Echtzeit berechnen konnte.
CPU-Penetration hatte damals noch einen ganz anderen Stellenwert.
Diamond Monster 3D.
4 MB.
RX 580.
8 GB.
RTX 5090.
Noch mehr.
Die einzig sinnvolle Vergleichsgröße lautet daher:
Wie viel Euro pro Megabyte ist deine Grafikkarte wert?
Und plötzlich sieht moderne Hardware gar nicht mehr so überlegen aus.
4 MB reichen.
Mehr VRAM verwässert nur den Wert.
Metallgehäuse bedeutet nicht automatisch Qualität.
Aber Plastik muss erstmal beweisen, dass es es besser kann.
Alter-Kram™
Phenomdings™ hat noch 5¼-Zoll-Schächte.
Natürlich.
Früher brauchte man die für CD-ROM, DVD-Brenner und ähnlichen Kram.
Heute braucht man sie für wichtigere Dinge.
Getränkehalter.
Eine einfache Schublade wäre doof.
Ein Zigarettenanzünder wäre noch doofer.
Also braucht es einen ordentlichen schwarzen 5¼-Zoll-Getränkehalter.
Ausziehbar.
Stabil.
Dose rein.
Fertig.
Im Grunde vollkommen logisch.
Und damit ist auch geklärt, warum künftige PC-Gehäuse selbstverständlich wieder 5¼-Zoll-Schächte brauchen.
Irgendwo muss die Getränkeaufnahme schließlich hin.
Patent© by Alter-Kram™
Besser haben als brauchen.
Phenomdings™.
Gaming-PC von ungefähr 2010.
Läuft 2026 noch.
Mit Linux.
Mit moderner GPU.
Mit Spielen.
Mit völlig unangemessen viel Selbstbewusstsein.
Der Rechner hat seine Kündigung offenbar nie erhalten.
Manche Hardware wird alt.
Andere Hardware ignoriert einfach den Lauf der Zeit.
Phenomdings™ gehört zur zweiten Kategorie.
Solange keiner ihm sagt, dass er veraltet ist, merkt er es vielleicht nicht.
Bazzite auf Phenomdings™.
Image ausgewählt.
Installiert.
Dann festgestellt:
falsches Image.
Normaler Ablauf wäre:
neu installieren.
Unser Ablauf:
Mal gucken, wie weit wir damit kommen.
Falsches Bazzite-Image.
Lösung:
rebasen.
Weil neu installieren natürlich zu einfach wäre.
Linux bietet einem sehr zuverlässig die Möglichkeit, aus kleinen Problemen interessante Projekte zu machen.
Nach dem Rebase:
Plasma macht Dinge.
Oder eben nicht.
Also debuggen.
Logs.
Shell.
Testuser.
Noch mehr Logs.
Irgendwann wurde aus „Linux installieren“ ein Forschungsprojekt.
Wenn der eigene Desktop kaputt aussieht:
neuen Benutzer anlegen.
Wenn es dort funktioniert:
Problem eingegrenzt.
Wenn nicht:
Problem größer.
Systemadministration ist manchmal nur kontrolliertes Ausschlussverfahren mit wachsender Gereiztheit.
Nach ausreichend viel Herumgefummel:
Steam läuft.
Damit ist der Computer offiziell wieder gesund.
Alles andere ist optional.
Tiny Glade startet.
Sieht gut aus.
Läuft.
Damit ist der wichtigste Benchmark abgeschlossen:
Kann man entspannt kleine hübsche Burgen bauen?
Ja.
Freigabe erteilt.
Irgendwann nach Rebase, Plasma-Debugging, Testuser und sonstigem Gefummel kommt der professionellste aller administrativen Schritte:
Ach, scheiß drauf. Neu installieren.
Auch das ist Problemlösung.
Nur effizienter.
Problem erkennen.
Halbe Stunde debuggen.
Drei Workarounds bauen.
Nebenproblem erzeugen.
Noch etwas lernen.
Alles verwerfen.
Neu installieren.
Agile Linux-Administration mit empirischer Qualitätssicherung™
Synology DS218j.
Nicht schnell.
Nicht neu.
Aber da.
Und solange sie zuverlässig Daten frisst, gibt es keinen Grund, sie aus dem Fenster zu werfen.
iPhone.
iCloud.
NAS.
Ziel:
Fotos runter.
Sauber ablegen.
Nicht in irgendeinem kryptischen Cloud-Gestrüpp.
Ordner:
Jahr.
Monat.
Deutsch.
Man darf Computer auch zwingen, sich menschlich zu verhalten.
HEIC ist technisch effizient.
JPG ist überall einfach.
Also:
JPG.
Nicht jede technisch überlegene Lösung ist praktisch die bessere.
2026 September
Das ist verständlich.
Das ist sortierbar.
Das ist lesbar.
Man braucht nicht immer eine Datenbank.
Manchmal reicht ein Ordner.
6 Kerne.
0 AVX.
100 % Nostalgie.
∞ Spaß.
Some hardware just refuses to get old.
Alter-Kram™ schmeckt besser.
Windows-Spiel.
Linux.
Heroic.
Wine.
Phenom II X6.
1080p.
High.
Läuft.
Manchmal ist „zu alt“ einfach nur eine Meinung.
EVE ist kein Kinderzimmer-PC.
Da laufen lokale 35B-Qwens, Home Assistant, Vision-Gedöns und Papas Spiele.
Also wandert ältere Hardware innerhalb der Familie weiter.
Sohnemanns alter Rechner zur kleinen Schwester.
Linux drauf.
Minecraft drauf.
Fertig.
Elektroschrott ist manchmal nur Hardware ohne aktuelle Aufgabe.
Phenom II X6 1100T.
Baujahr praktisch Steinzeit.
Battletech läuft.
Minecraft läuft.
Diablo 1:
weißes Bild.
WATT SOLL ICH MIT DEM SCHEISS?
Fortschritt verläuft nicht linear.
AVX BRAUCHT KEINE SAU.
Diese Aussage kann technisch möglicherweise widerlegt werden.
Das ändert nichts an ihrer Richtigkeit.
AMD Phenom II X6. DDR3. RX 580.
Hardware aus einer Zeit, in der Computer beim Einschalten noch das Gefühl vermittelten, dass jetzt tatsächlich etwas passiert.
Heute läuft darauf wieder Linux, Minecraft und diverses anderes Zeug, für das der Rechner nach allgemeiner Lehrmeinung vermutlich längst zu alt sein sollte.
Phenomdings™ kann erschreckend viel.
Das ist gleichzeitig erfreulich und ein wenig beunruhigend.
Ein Ersatzteil im Regal kostet nichts.
Bis man umzieht.